Einordnung

Dieses Thema ist Teil des Bereichs „Schießen & besser werden“.
Es baut direkt auf dem dominanten Auge auf und überträgt diese Erkenntnis auf Körperausrichtung und Stand.

Eine saubere Grundhaltung entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis aus Wahrnehmung, Ausrichtung und Stabilität.


Grundprinzip: Der Stand folgt dem dominanten Auge

Beim Schießen mit der Steinschleuder bestimmt das dominante Auge, wie Ziel und Körper zueinander ausgerichtet werden.

Die Reihenfolge ist eindeutig:

  1. Dominantes Auge festlegen

  2. Stand und Körperausrichtung daraus ableiten


Welche Hand hält die Zwille?

Die Zwille wird grundsätzlich mit der umgekehrten Seite des dominanten Auges geführt.

Das bedeutet:

  • rechtes Auge dominant → Zwille in der linken Hand

  • linkes Auge dominant → Zwille in der rechten Hand

Die Motorik der ausführenden Hand ist anpassungsfähig. Die visuelle Wahrnehmung nicht.


Welcher Fuß steht vorne?

Der Stand ergibt sich direkt aus der führenden Hand.

Grundregel

  • Der gleichseitige Fuß zur führenden Hand steht vorne

  • Der andere Fuß steht leicht zurück

  • Der Körper ist leicht geöffnet zur Zielrichtung

Konkret

  • Zwille links → linker Fuß vorne

  • Zwille rechts → rechts Fuß vorne

Diese Ausrichtung sorgt für:

  • eine stabile Linie aus Fuß, Hüfte, Schulter und Hand

  • geraden Auszug

  • eine konstante Zielachse


Fußstellung und Standbreite

Ein funktionaler Stand ist:

  • leicht versetzt

  • etwa schulterbreit

  • stabil, aber nicht starr

Der Stand muss über viele Schüsse gleichbleibend eingenommen werden können.


Gewichtsverteilung

Die Gewichtsverteilung ist:

  • gleichmäßig

  • leicht nach hinten orientiert


Oberkörper und Schultern

Der Oberkörper bleibt:

  • aufrecht

  • ohne Verdrehung

Die Schultern:

  • hängen locker

  • werden nicht hochgezogen

  • arbeiten nicht gegeneinander

Spannung im Oberkörper überträgt sich direkt auf den Auszug und verschlechtert Kontrolle und Wiederholbarkeit.


Kopfhaltung und Blickachse

Die Kopfhaltung ist:

  • natürlich

  • während des Auszugs unverändert

Wichtig:

  • kein seitliches Neigen

  • keine bewusste Kopfverdrehung

  • konstante Blickachse zum Ziel

Das Zielbild entsteht durch Ausrichtung, nicht durch Kopfbewegung.


Typische Praxisfehler

  • Zwille auf der „starken Hand“ führen, obwohl das Auge dagegen arbeitet

  • falsche Fußseite vorne

  • wechselnde Fußpositionen

  • übermäßige Körperspannung


Richtige Herangehensweise

Ein funktionierender Stand fühlt sich:

  • stabil

  • ruhig

  • selbstverständlich

an.

Wenn der Stand stimmt:

  • wird der Auszug gleichmäßiger

  • wird das Zielen klarer

  • fühlt sich der Schuss kontrolliert an


Einordnung im Lernpfad

Mit geklärter Grundhaltung und sauberem Stand ist der nächste Schritt möglich:
ein gleichbleibender Auszug und ein klarer Ankerpunkt.

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