Grundhaltung & Stand
Einordnung
Dieses Thema ist Teil des Bereichs „Schießen & besser werden“.
Es baut direkt auf dem dominanten Auge auf und überträgt diese Erkenntnis auf Körperausrichtung und Stand.
Eine saubere Grundhaltung entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis aus Wahrnehmung, Ausrichtung und Stabilität.
Grundprinzip: Der Stand folgt dem dominanten Auge
Beim Schießen mit der Steinschleuder bestimmt das dominante Auge, wie Ziel und Körper zueinander ausgerichtet werden.
Die Reihenfolge ist eindeutig:
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Dominantes Auge festlegen
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Stand und Körperausrichtung daraus ableiten
Welche Hand hält die Zwille?
Die Zwille wird grundsätzlich mit der umgekehrten Seite des dominanten Auges geführt.
Das bedeutet:
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rechtes Auge dominant → Zwille in der linken Hand
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linkes Auge dominant → Zwille in der rechten Hand
Die Motorik der ausführenden Hand ist anpassungsfähig. Die visuelle Wahrnehmung nicht.
Welcher Fuß steht vorne?
Der Stand ergibt sich direkt aus der führenden Hand.
Grundregel
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Der gleichseitige Fuß zur führenden Hand steht vorne
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Der andere Fuß steht leicht zurück
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Der Körper ist leicht geöffnet zur Zielrichtung
Konkret
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Zwille links → linker Fuß vorne
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Zwille rechts → rechts Fuß vorne
Diese Ausrichtung sorgt für:
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eine stabile Linie aus Fuß, Hüfte, Schulter und Hand
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geraden Auszug
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eine konstante Zielachse

Fußstellung und Standbreite
Ein funktionaler Stand ist:
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leicht versetzt
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etwa schulterbreit
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stabil, aber nicht starr
Der Stand muss über viele Schüsse gleichbleibend eingenommen werden können.
Gewichtsverteilung
Die Gewichtsverteilung ist:
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gleichmäßig
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leicht nach hinten orientiert
Oberkörper und Schultern
Der Oberkörper bleibt:
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aufrecht
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ohne Verdrehung
Die Schultern:
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hängen locker
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werden nicht hochgezogen
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arbeiten nicht gegeneinander
Spannung im Oberkörper überträgt sich direkt auf den Auszug und verschlechtert Kontrolle und Wiederholbarkeit.
Kopfhaltung und Blickachse
Die Kopfhaltung ist:
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natürlich
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während des Auszugs unverändert
Wichtig:
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kein seitliches Neigen
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keine bewusste Kopfverdrehung
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konstante Blickachse zum Ziel
Das Zielbild entsteht durch Ausrichtung, nicht durch Kopfbewegung.

Typische Praxisfehler
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Zwille auf der „starken Hand“ führen, obwohl das Auge dagegen arbeitet
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falsche Fußseite vorne
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wechselnde Fußpositionen
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übermäßige Körperspannung
Richtige Herangehensweise
Ein funktionierender Stand fühlt sich:
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stabil
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ruhig
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selbstverständlich
an.
Wenn der Stand stimmt:
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wird der Auszug gleichmäßiger
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wird das Zielen klarer
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fühlt sich der Schuss kontrolliert an

Einordnung im Lernpfad
Mit geklärter Grundhaltung und sauberem Stand ist der nächste Schritt möglich:
ein gleichbleibender Auszug und ein klarer Ankerpunkt.
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