Einordnung

Dieses Thema ist Teil des Bereichs „Schießen & besser werden“.
Es baut auf dominantem Auge sowie Grundhaltung & Stand auf und behandelt zwei der entscheidendsten Faktoren für Wiederholbarkeit.


Warum Auszug und Ankerpunkt so wichtig sind

Beim Schießen mit der Steinschleuder gibt es:

  • keine feste Visierung

  • keinen mechanischen Anschlag

Das bedeutet:
Der Auszug ersetzt die Visierung.

Schon kleine Unterschiede in:

  • Auszugslänge

  • Auszugswinkel

  • Ankerposition

verändern die Trefferlage deutlich.


Band richtigen ausziehen

Bei dem Auszug kannst du bereits einen großen Fehler machen, bevor es richtig los geht.

Achte darauf, in welche Richtung du die Zwille hältst:

  • Das Band muss immer ÜBER bzw. UM die Gabel gezogen

  • Niemals das Band an der Clip oder Anbindeseiten ziehen

Es ist zwingend notwendig, diesen Tipp zu beachten. Ansonsten kann es passieren, dass das Band sich aus dem Clip, bzw. der Anbindung löst und ins Gesicht schnellt.

OTT - Over The Top

TTF - Through The Fork


Der Auszug: gleichbleibend statt maximal

Ein häufiger Fehler ist, den Auszug nach Gefühl oder Kraft zu variieren.

Ein funktionierender Auszug ist:

  • gleichbleibend

  • kontrolliert

  • reproduzierbar

Nicht entscheidend ist:

  • maximale Zuglänge

  • maximale Spannung

Ein kürzerer, aber reproduzierbarer Auszug führt fast immer zu besseren Ergebnissen
als ein langer, unkontrollierter.


Auszugslänge in der Praxis

Die Auszugslänge sollte:

  • sich natürlich anfühlen

  • ohne Verkrampfung erreichbar sein

  • über viele Schüsse gleich bleiben

Wenn sich der Auszug von Schuss zu Schuss verändert, liegt kein Technikproblem, sondern ein Referenzproblem vor.


Der Ankerpunkt: feste Referenz statt Bewegung

Der Ankerpunkt ist der körperliche Bezugspunkt, an dem der Auszug jedes Mal endet.

Bewährt haben sich:

  • Gesichtsnahe Referenzen

  • klar spürbare Kontaktpunkte

  • Positionen, die ohne Suchen gefunden werden

Der Ankerpunkt darf:

  • nicht „schweben“

  • nicht variieren

  • nicht gesucht werden

Er muss automatisch erreicht werden.


Warum der Ankerpunkt individuell ist

Es gibt keinen universellen Ankerpunkt.

Er hängt ab von:

  • Gesichtsform

  • Auszugslänge

  • Griffart

  • Bandführung

Entscheidend ist nicht wo der Ankerpunkt liegt, sondern dass er jedes Mal identisch ist.


Zusammenspiel von Auszug, Anker und Zielbild

Auszug und Ankerpunkt bestimmen:

  • die Position der Hand

  • die Lage der Bänder

  • das entstehende Zielbild

Wenn sich einer dieser Punkte verändert, ändert sich zwangsläufig die Trefferlage.

Darum gilt:

Ohne festen Anker kein konstantes Zielen.


Typische Praxisfehler

  • wechselnde Auszugslängen

  • kein definierter Ankerpunkt

  • Auszug über Kraft statt Kontrolle


Richtige Herangehensweise

Sinnvoll ist:

  • einen natürlichen Auszug zu wählen

  • einen klaren Ankerpunkt festzulegen

  • bewusst auf Wiederholbarkeit zu achten

Wenn Auszug und Ankerpunkt stimmen:

  • wird das Zielen einfacher

  • wird der Release ruhiger

  • steigt die Konstanz deutlich


Einordnung im Lernpfad

Mit stabilem Auszug und festem Ankerpunkt
ist der nächste Schritt möglich: ein klares Zielbild.

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