Einordnung

Dieses Thema ist der letzte Schritt im Bereich „Schießen & besser werden“.
Es hilft dabei, Fortschritt richtig einzuordnen, ohne sich selbst zu täuschen oder unnötig zu frustrieren.

Nicht jeder bessere Treffer bedeutet Fortschritt. Und nicht jeder Fehlschuss bedeutet Stillstand.


Was Fortschritt beim Schießen wirklich ist

Fortschritt zeigt sich nicht zuerst im Treffer, sondern im Schussablauf.

Typische Anzeichen für echten Fortschritt:

  • der Ablauf fühlt sich konstanter an

  • Stand, Auszug und Zielbild wirken vertraut

  • Fehler lassen sich benennen und zuordnen

Treffer sind ein Resultat, kein Messinstrument.


Warum Treffer allein kein Maßstab sind

Einzelne Treffer können entstehen durch:

  • Glück

  • günstige Abweichungen

  • zufällige Kompensation

Das sagt wenig über Können aus.

Umgekehrt können Phasen mit schlechteren Treffern auftreten, obwohl sich die Technik verbessert.

Das ist normal und kein Rückschritt.


Sinnvolle Kriterien zur Selbstbewertung

Statt Trefferzahlen zu zählen, ist es sinnvoll, auf Folgendes zu achten:

  • Bleibt der Stand über mehrere Schüsse gleich?

  • Ist der Auszug reproduzierbar?

  • Entsteht das Zielbild ohne bewusstes Nachjustieren?

  • Fühlt sich der Release kontrolliert an?

Wenn diese Punkte stabiler werden, ist Fortschritt vorhanden, unabhängig vom Trefferbild.


Sinnvoller Umgang mit Training

Bewährt hat sich:

  • mit klarer Struktur zu trainieren

  • nicht mehrere Dinge gleichzeitig ändern

  • Veränderungen über mehrere Trainingseinheiten zu beobachten

Fortschritt entsteht schleichend, nicht sprunghaft.


Wann Anpassungen sinnvoll sind

Anpassungen sind dann sinnvoll, wenn:

  • ein Fehler über viele Schüsse konstant auftritt

  • Ursache klar benannt werden kann

  • nicht mehrere Faktoren gleichzeitig geändert werden

Spontanes Umstellen nach einzelnen Schüssen ist selten zielführend.


Abschluss im Lernpfad

Mit diesem Punkt ist der Bereich „Schießen & besser werden“ abgeschlossen.

Du hast nun:

  • eine saubere technische Basis

  • ein klares Zielsystem

  • ein realistisches Verständnis von Fortschritt

Im nächsten Hub geht es darum, fundierte Entscheidungen rund um Modelle, Einsatzbereiche und persönliche Passung zu treffen.

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